Ein echtes Multitasking-Talent

Die nase

Wohl einer der prägnantesten Teile unseres Gesichts ist die Nase. Sie hat eine Reihe von Aufgaben und ist wesentlicher Bestandteil gleich drei wichtiger Organsysteme, und zwar des Riechorgans, des Atmungsorgans und der Immunabwehr.

Anatomie und (Patho-) Physiologie der Nase

Die Nase ist paarig angelegt, d.h. alle Strukturen der Nase sind doppelt angelegt und werden in der Mitte der Nase durch die Nasenscheidewand voneinander getrennt. Das ist wichtig, denn auch das Hochleistungsorgan „Nase“ braucht mal Pause. Das wird dadurch erreicht, dass die Nase in einem regelmäßigen Rhythmus an- und abschwillt, was dazu führt, dass eine Seite offen und aktiv ist, während die andere Seite zu ist und pausiert. Wenn wir nicht genau darauf achten, spüren wir diesen Unterschied nicht. Die Luftdurchgängigkeit bleibt insgesamt weitgehend gleich und ist für normale körperliche Aktivität ausreichend.

Den Eingang der Nase nennt man Nasenvorhof. Dieser Bereich, der gut mit dem Finger zu ertasten ist, endet an der Nasenklappe, der engsten Stelle der Nase. Die innere Nase besteht aus zwei Nasenhaupthöhlen, die wie der Nasenvorhof durch die Nasenscheidewand voneinander getrennt sind. Bei vielen Menschen ist die Nasenscheidewand nicht ganz gerade, sondern etwas schief, was jedoch meistens keine Beschwerden verursacht. Man nennt das Scheidewandverkrümmung oder Septumdeviation. Starke Verkrümmungen können die Funktionen der Nase natürlich auch beeinträchtigen. Dann können operative Korrekturen sinnvoll sein.

An der äußeren Wand der jeweiligen Nasenhöhle „hängen“ drei Nasenmuscheln (untere, mittlere und obere), die aus einem Knochenkern und einen diesen umgebenden Schleimhautmantel bestehen. Die untere Nasenmuschel ist von besonderer Bedeutung, denn sie regelt die Luftdurchgängigkeit der Nase, was für die Reinigung und Klimatisierung der Atemluft von elementarer Bedeutung ist. Die mittlere Nasenmuschel bildet einen Teil des Eingangs zu den Nasennebenhöhlen. Die obere Nasenmuschel beherbergt einen Teil der Riechzellen.

Die Nasennebenhöhlen (NNH) sind luftgefüllte Nebenräume der Nasenhöhle und mit dieser durch enge Verbindungswege verbunden. Es gibt auf jeder Seite vier NNH: die Kieferhöhle, Stirnhöhle, Keilbeinhöhle und das Siebbeinzellsystem. Die NNH grenzen an die Augenhöhle und die Schädelbasis. Die Kieferhöhle hat enge Lagebeziehungen zu den Oberkieferzähnen, die Keilbeinhöhle zum Sehnerv. Die Belüftung und Reinigung der Nasennebenhöhlen erfolgt über enge Kanäle, die überwiegend unter der mittleren Muschel in die Nasenhöhle münden. Kommt es in diesen Bereichen zu Entzündungen mit Anschwellen der Schleimhaut oder vermehrter Sekretbildung, kann die Belüftung und Reinigung der Nebenhöhlen gestört sein. Dann kann eine Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) entstehen.

Die Hauptfunktion der Nase sind:

Die Klimatisierung der Atemluft - Täglich durchströmen etwa 10.000 – 15.000 l Atemluft die Nase eines Erwachsenen. Fast unabhängig von den Umgebungsbedingungen sorgt die Nase dafür, dass die eingeatmete Luft beim Erreichen des Rachens etwa 31 - 34 °C warm ist und eine relative Luftfeuchtigkeit von 90 - 95 % aufweist, denn nur die feucht-warme Luft führt nicht zu einer Reizung der wesentlich empfindlicheren Bronchialschleimhaut.

Ihr wichtigstes Werkzeug dafür sind die mit Schleimhaut überzogenen Nasenmuscheln, die in etwa eine Fläche von 100 - 200 cm² aufweisen. Sie regulieren die Strömungsgeschwindigkeit und Verwirbelung der Atemluft, so dass die Luft durch den Kontakt mit der Schleimhaut Feuchtigkeit und Wärme aufnehmen kann. Wichtig auch, beim Ausatmen aus der Nase, wird diese Wärme und Feuchtigkeit zum größten Teil wieder zurück gewonnen.

Das Riechen, das durch spezielle Riechzellen im oberen Bereich der Nase (obere, tlw. auch mittlere Nasenmuschel und Nasenscheidewand) realisiert wird.

Die Reinigung der eingeatmeten Luft und die Abwehr gegenüber Viren, Bakterien und Fremdstoffen, die von außen durch die Nase in den Körper gelangen. Diese erfolgt sowohl durch eine mechanische Reinigung, die sog. mukoziliäre Clearance, wie durch eine Inaktivierung und Elimination von Partikeln durch die körpereigene Immunabwehr.

Die mechanische Reinigung der Atemwege erfolgt durch ein sehr effektives Selbstreinigungssystem, der mukoziliären Clearance. Dazu ist die Schleimhaut der Atemwege, das sog. respiratorische Epithel, von einer Sekretschicht bedeckt, die aus einer wässrigen, die Zilien umgebenden Flüssigkeitsschicht (Solphase) und einer darüber liegenden zähflüssigen Schleimschicht (Gelphase) besteht.

Die Schleimhaut selbst besteht aus zilientragenden Flimmerzellen. Jede Zelle besitzt jeweils etwa 200 Flimmerhaare (Zilien). Jedes Zilium hat einen vorwärts gerichteten Power-Schlag, der von einer Rückholbewegung gefolgt ist, ähnlich wie bei einem Peitschenschlag. Während des Power-Schlages ist das Zilium voll gestreckt und erreicht dann die zähflüssige Gelphase der Schleimschicht und treibt diese vorwärts. Während der Rückholphase ist das Zilium um 90° abgewinkelt und schwingt damit in der inneren Solphase zurück.

Die einzelnen Flimmerzellen und –haare sind so synchronisiert, dass ein geordneter Transport nach rachenwärts entsteht (wie bei einem sich im Wind wiegenden Getreidefeld). Die Zilienaktivität ist abhängig von mechanischen, chemischen, hormonellen, pH- und temperaturbedingten Reizen. Rauchen z.B. führt nach Studien regelmäßig zu einer Verringerung der Zilienanzahl und erhöht die Schleimproduktion.

Die normale Flimmerschlagfrequenz beträgt 9-15 Hz, was zu einer Schleimtransportgeschwindigkeit von 3-25 mm / min. führt. Bei einer Länge der Nase von 6 cm bedeutet dies eine Dauer der mukoziliaren Clearancezeit von bis zu 20 Minuten. Eine geringe Änderung der Schlagfrequenz kann einen deutlichen Anstieg der Schleimtransportgeschwindigkeit bedeuten: eine Steigerung um 16 % führt zu einer Erhöhung bis 56 %.

Funktionsstörungen und Erkrankungen im Bereich Nase

  • Nasenatmungsbehinderung
    (Anschwellung der Schleimhaut durch vermehrte Durchblutung und erhöhte Durchlässigkeit der Blutgefäße für Gewebswasser),
  • Vermehrte Nasensekretion,
  • Riechminderung,
  • Niesreiz,
  • Druckgefühl, ggf. auch Schmerz in Gesichtsbereich-Kopf.

Auslöser der Erkrankung können sein: ein viraler oder bakterieller Infekt, eine Allergie (Inhalationsallergene, allergischer Schnupfen), eine vermehrte Irritation, oder sonstiges. Wenn nur die Nasenschleimhaut betroffen ist, spricht man von einer Rhinitis, wenn nur die Nasennebenhöhlen betroffen sind, von einer Sinusitis. Häufig sind jedoch alle Schleimhäute betroffen, so dass heute meist von einer Rhinosinusitis gesprochen wird.

Erkältung

Am häufigsten treten virale Infekte der oberen Atemwege auf, 2 bis 3 Mal pro Jahr bei Erwachsenen, 6 bis 8 Mal pro Jahr bei Kindern. Sie treten vor allem als Schnupfen in Erscheinung. Die Bezeichnung Erkältung für einen viralen Infekt der Nasenschleimhaut oder oberen Atemwegsinfekt kommt daher, dass die Erkrankung häufiger in der kalten Jahreszeit auftritt und eine Abkühlung der Nasenschleimhaut zu einer vermehrten Empfindlichkeit und Anfälligkeit gegenüber diesen viralen Infekten führt.

Krankheitsverlauf einer Erkältung

Das klinische Bild ist gekennzeichnet durch Juck- und Niesreiz in der Nase, gefolgt von einer wässrigen Nasensekretion in den ersten Tagen mit einer Nasenatmungsbehinderung und einem unterschiedlich ausgeprägten Druckgefühl im Kopfbereich. Nach einigen Tagen lässt die wässrige Nasensekretion nach, das Sekret wird gelblich (eitrig), wobei die gelbe Farbe von dem im Abwehrkampf sterbenden Fresszellen sowie weiterem toten Zellmaterial herrührt. Die eitrige Sekretion als solche ist damit nicht zwangsläufiger Ausdruck einer mit Antibiotika behandlungsbedürftigen Erkrankung. Nach etwa einer Woche lassen die Symptome deutlich nach, wobei der Verlauf durchaus auch bis zwei Wochen andauern kann. Die Veränderungen in der Tiefe der Schleimhaut dauern bis zu 6 Wochen, bis sich diese vollständig zurückgebildet haben.

Unterschied zu chronischer Rhinitis/chronischem Schnupfen

Eine chronische Rhinitis/chronischer Schnupfen liegt vor, wenn (meist) eine behinderte Nasenatmung und vermehrte Nasensekretion über mehr als 12 Wochen anhalten. Eine häufige Ursache ist eine Allergie auf Inhalationsallergene (Baumpollen, Gräser, Roggen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Tierhaare). Auch Medikamente können eine chronische Entzündung der Nasenschleimhaut mit Anschwellung auslösen, vor allem abschwellende Nasentropfen oder andere Medikamente wie manche Tabletten gegen Bluthochdruck oder Psychopharmaka, auch Umweltschadstoffe werden verantwortlich gemacht.

Akute Rhinosinusitis

Die akute Rhinosinusitis (= ARS) wird anhand klinischer Symptome und Zeichen diagnostiziert. Die Hauptsymptome sind Nasenatmungsbehinderung, Kopf- und Gesichtsschmerzen, Riechstörung und vermehrte Nasensekretion (sog. purulente Nasensekretion). Mindestens zwei dieser Symptome (sog. Majorsymptome) sollten vorliegen. Die Symptome  sollten über 7 (-10) Tage anhalten.

Die Abgrenzung einer bakteriellen zu einer viralen akuten Rhinosinusitis  oder zur einfachen Erkältung ergibt sich durch die Dauer der Symptome bzw. den Schweregrad der Erkrankung. Sie kann im Einzelfall schwierig sein. Ein biphasischer Verlauf (Verschlechterung nach vorheriger Verbesserung des klinischen Zustands) ist häufig Ausdruck einer akuten bakteriellen RS und damit als Komplikation einer Erkältung zu verstehen.

Die Diagnosestellung erfolgt klinisch. Röntgenaufnahmen werden nicht empfohlen. Eine Ultraschalluntersuchung kann sinnvoll sein. Eine CT- Untersuchung ist im Einzelfall bei Verdacht auf Komplikationen oder bei akuten rezidivierenden (wiederkehrenden) RS sinnvoll.

Ein routinemäßiger Nasenabstrich ist nicht erforderlich. Die häufigsten ursächlichen Bakterien sind Streptococcus pneumoniae und Hämophilus influenzae.

Die Therapie besteht aus

  • Nasenspülungen mit isotoner Salzlösung
  • ggf. abschwellenden Nasentropfen
  • symptomorientierter Gabe von Analgetika (Schmerzmitteln)
  • Steroid-haltigen Nasensprays in Fällen mit allergischer Ursache  
  • Antibiotika in schwer ausgeprägten Fällen oder wenn die Erkrankung über 14 Tage andauert. Die Therapiedauer beträgt 5-10 Tage.

Chronische Rhinosinusitis

Von einer  chronischen Nasennebenhöhlenentzündung (chronische Rhinosinusitis = CRS) spricht man, wenn mindestens zwei der folgenden Symptome über mehr als 12 Wochen vorliegen:

  • Nasenatmungsbehinderung,
  • vermehrte nasale Sekretion (vordere oder hintere Nasensekretion),
  • +/- Gesichtsdruck- oder Schmerz,
  • +/- Geruchsminderung.
Ursachen einer chronischen Rhinosinusitis

Die Ursachen für ihre Entstehung sind bis heute ungeklärt. Viele Faktoren scheinen eine Rolle zu spielen. Genetische Faktoren, vorausgehende Entzündungen und Umwelteinflüsse sind in unterschiedlichem Ausmaß beteiligt. Es scheint zwei voneinander abgrenzbare Erkrankungsarten zu geben, die CRS mit Polypen und die CRS ohne Polypen. Die Polypen sind Wucherungen der die Nasenhöhlen auskleidenden Schleimhaut. Sie können so groß werden, dass sie die ganze Nasenhöhle ausfüllen.

Behandlung der CRS

Die Therapie der chronischen Rhinosinusitis erfolgt zunächst und häufig dauerhaft medikamentös. Die Basistherapie besteht in der Gabe steroid-haltiger Nasensprays und in Nasenspülungen. Ggf. bei Bedarf werden  zusätzlich Antibiotika, systemische Steroide oder andere Medikamente eingesetzt. Bei nicht ausreichend erfolgreicher medikamentöser Therapie wird häufig eine Operation der Nasennebenhöhlen durchgeführt. Bei der Nachbehandlung wird als sehr wichtige Maßnahme die regelmäßige Nasenspülung empfohlen, sowohl postoperativ als auch dauerhaft. Die Nasenspülung kann direkt am ersten postoperativen Tag begonnen werden und wird in der Häufigkeit von anfangs 4-6x tgl. auf bis 1-2x wöchentlich mit der Zeit reduziert.

Akute Rhinosinusitis im Kindesalter mit Adenoiden

Im Kindesalter treten ARS (akute Rhinosinusitis) aufgrund der fehlenden Immunkompetenz sehr häufig auf und sind nicht selten mit sog. Adenoiden vergesellschaftet. Als Adenoide wird die Vergrößerung des lymphatischen Gewebes im Nasenrachen bezeichnet. Im Volksmund werden sie auch gerne als Polypen bezeichnet, haben aber mit den Nasenpolypen nichts zu tun und der Ausdruck Polyp ist eigentlich falsch. Sie verlieren sich auf dem Weg zum Erwachsen werden.  

Entstehung der akuten Rhinosinusitis bei Kindern

Durch einen intensiven Kontakt von Viren, Bakterien und anderen Schadstoffen der Außenwelt mit dem körpereigenen Immunsystem, kommt es aufgrund noch wenig ausgeprägter Immunität vor allem in der Phase des Eintritts in den Kindergarten und der Einschulung zu Wachstumsschüben des Abwehrgewebes im Rachenraum. Die Wucherung des Abwehrgewebes führt zu Einengungen des Nasenrachenraumes mit Behinderung der Nasenatmung und der natürlichen Reinigungsfunktion der Nase und dadurch vermehrt auftretenden stark schleimigen Infekten (Rotznase). Nicht selten behindern diese Wucherungen auch die Belüftung des Mittelohres und es kommt dadurch auch zu Entzündungen der Paukenhöhle.

Wie groß diese Adenoide werden, ist individuell unterschiedlich. Je größer sie werden und je intensiver sie entzündlich verändert sind, desto mehr Beschwerden können beim Kind auftreten. Die Therapie erfolgt zunächst konservativ durch Nasenspülungen und/oder abschwellende Nasensprays. Bei ausgeprägter Wucherung ist oft eine Operation unumgänglich. Nach der Operation sollte die Nase regelmäßig gespült werden, um eine erneute Bildung von Wucherungen zu verhindern und das Abwehrsystems des Körpers zu entlasten.

Trockene Nase

Der Begriff der trockenen Nase ist nicht klar definiert. Die Beschwerden reichen vom ausschließlichen Gefühl einer „etwas“ trockenen Nase bis hin zur sichtbaren ständigen ausgeprägten Verborkung der Nase und können verschiedenartig kombiniert sein:

  • Trockenheitsgefühl in der Nase
  • Juckreiz, leichtes Brennen
  • behinderte Nasenatmung
  • Krusten-, Schorf- und Borkenbildung, ggf. mit Geruchsentwicklung
  • Nasenbluten
  • Verschlechterung des Riechvermögens.

Auslöser einer trockenen Nase können eine Vielzahl von Erkrankungen, innere Faktoren oder Umgebungsbedingungen sein. Die wichtigsten sind:

  • lokale mechanische Irritation
  • Klima und Umweltfaktoren:
    trockene Raum- oder Umgebungsluft (relative Luftfeuchtigkeit < 50%), geheizte Räume oder heiße Umgebung, Flugzeug auf Langstreckenflügen (Klimaanlage)
  • Arbeitsplatzbelastung:
    trockene Luft, Reinraumbedingungen, Kälte, Hitze, höhere Staubbelastung (z.B. Schleifarbeiten – u.a. Gips, Granit, Kalk, Zement, Holz, Arsen, Kohleabbau oder Tabakrauch)
  • Nebenwirkung von Medikamenten (Abschwellende Nasentropfen/Nasensprays, Bluthochdruckmittel, Psychopharmaka, Antihistaminika),
  • allergische Rhinitis, insbesondere durch Hausstaubmilben oder Schimmelpilze
  • anatomische Veränderungen der äußeren und inneren Nase mit Veränderungen des normalen Atemstromes
  • dauerhafte Folgen von Operationen an der Nase und den Nasennebenhöhlen
  • Folgen nach Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich
  • Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe (OSAS)
  • höheres Lebensalter bedingt Veränderungen von Form und Funktion der Nase mit der Folge einer abnehmenden Klimatisierungsleistung (Befeuchtung, Erwärmung).


Die Therapie der trockenen Nase besteht in der

  • Ausschaltung oder Beeinflussung auslösender oder begünstigender Faktoren,
  • Befeuchtung,
  • Reinigung (wenn Krusten vorhanden) und
  • Pflege der Schleimhaut,
  • Therapie auslösender Infektionen und
  • ggf. der Beseitigung des negativ wirkenden großen endonasalen Luftraumes.

Gerade die Umgebungsfaktoren können vom Einzelnen nur begrenzt beeinflusst werden. Deren Bedeutung zeigt sich insbesondere dann, wenn während des Urlaubs die trockene Nase nicht mehr besteht und kurze Zeit nach der Rückkehr wiederkehrt.

Die Befeuchtung der Schleimhaut kann mit Nasenspülungen oder Nasensprays erfolgen, die salzhaltig sind. Keinesfalls sollte reines Wasser verwendet werden, da hierdurch die Schleimhaut stark gereizt wird, noch trockener wird und so die Flimmerhärchen geschädigt werden können.

Sinubronchiales Syndrom/Etagenwechsel

Die Nase steht in direktem Kontakt zu den Bronchien, denn jeder Atemzug passiert sowohl die Nase wie die Bronchien und beide gehören zu den luftführenden Atemwegen. Es verwundert deshalb nicht, dass Erkrankungen der Nase sozusagen in die Bronchien verschleppt werden können.

Diese Verschleppung von der Eingangspforte „Nase“ in das nächste Stockwerk „Bronchien“ nennt man Etagenwechsel oder in der Fachsprache auch sinubronchiales Syndrom. Liegt eine bronchiale Erkrankung vor, ist es daher wichtig, zu überprüfen, ob auch eine nasale Erkrankung vorliegt.

Wird nämlich diese nicht sachgerecht behandelt, kann sich die bronchiale Erkrankung auch nicht bessern. Insofern sollten die Atemwege immer als Einheit betrachtet werden.